Immobilienmakler beauftragen: Wann er sich lohnt und wann nicht
Immobilienmakler beauftragen: Wann er sich lohnt und wann nicht
Ein Makler kostet Geld – manchmal viel Geld. Ob er es wert ist hängt von deiner Situation ab. Wer eine gefragte Wohnung in einer Großstadt verkauft, findet auch ohne Makler Käufer. Wer eine schwierige Immobilie in einer Randlage vermarktet, kann von professioneller Unterstützung erheblich profitieren.
Was ein Makler kostet
Seit dem 23. Dezember 2020 gilt bei Wohnimmobilien das Halbteilungsprinzip: Wenn der Verkäufer den Makler beauftragt, darf er maximal die Hälfte der Provision auf den Käufer überwälzen. Übliche Gesamtprovision: 5,95–7,14% des Kaufpreises inkl. MwSt. Bei einem 400.000-Euro-Haus also 23.800–28.560 Euro Gesamtprovision – je zur Hälfte Verkäufer und Käufer.
Bei Vermietung gilt das Bestellerprinzip: Wer den Makler beauftragt (in der Regel der Vermieter) zahlt ihn alleine. Mieter dürfen maximal 2 Monatskaltmieten zahlen – aber nur wenn der Mieter den Makler selbst beauftragt hat.
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Wann ein Makler sich lohnt – und wann nicht
Makler lohnt sich: Wenn du keine Zeit für Besichtigungen, Verhandlungen und Papierarbeit hast. Bei komplexen Objekten (Gewerbe, Mehrfamilienhäuser, Sanierungsbedarf). Bei schwierig zu bewertenden Immobilien in Lagen wo Vergleichspreise fehlen. Bei emotionalem Abstand-Problem (Erbe, Scheidung – neutraler Verhandlungsführer hilfreich).
Makler lohnt sich weniger: Gefragte Wohnungen in A-Städten – die verkaufen sich praktisch von selbst. Wenn du Zeit hast und verhandlungssicher bist. Wenn du den Käufer bereits kennst. Wenn die Immobilie einfach beschreibbar und standardisiert ist.
Seriösen Makler finden
IVD-Mitgliedschaft (Immobilienverband Deutschland): Qualitätsmerkmal. Lokale Referenzen: Frage nach abgeschlossenen Verkäufen in deiner Region, erkunde Preise die erzielt wurden. Bewertungen auf ImmoScout, Google. Mehrere Makler anfragen und vergleichen – nicht den ersten nehmen. Makler der keine Immobilienwertermittlung anbietet (Marktpreisanalyse) vor dem Auftrag: Warnsignal.
Maklervertrag: Was reingehört
Pflichtinhalte: Laufzeit des Vertrags (Alleinauftrag typisch 3–6 Monate), Provision und Zahlungspflicht, Leistungsumfang (was macht der Makler konkret), Widerrufsrecht (bei Fernabschluss 14 Tage). Auf was du achten solltest: Lange Laufzeiten ohne Kündigungsmöglichkeit sind ungünstig. Nachprovisionspflicht: Manche Verträge sehen vor dass du auch nach Vertragsende Provision zahlst wenn ein Käufer den der Makler kontaktiert hat kauft – und das für teils ein Jahr. Vermeide diese Klauseln oder sorge für kurze Nachprovisionszeiträume.
- Mindestens 3 Makler vergleichen bevor du beauftragst
- Immer nach konkreten Verkaufsreferenzen in deiner Region fragen
- Maklervertrag auf Laufzeit und Nachprovision prüfen
- Eigene Marktpreisrecherche machen bevor du einem Preis zustimmst
- IVD-Mitgliedschaft als Qualitätsmerkmal prüfen
- Alleinauftrag nur für maximal 3–4 Monate vereinbaren
- Privater Verkauf ohne Makler auf YandaZ.de kostenlos möglich
Ohne Makler verkaufen
Für Privatverkäufer: Immobilienbewertung selbst durchführen (ImmoScout-Preisatlas, lokale Vergleichsverkäufe beim Gutachterausschuss der Gemeinde einsehen). Anzeige auf mehreren Plattformen aufgeben (de.yandaz.com, ImmoScout, Immowelt, Kleinanzeigen). Besichtigungen selbst durchführen. Notar beauftragen für den Kaufvertrag (Pflicht) – der Notar ist neutral und erklärt den Vertrag beiden Parteien. Grundbucheintragung läuft nach dem Notartermin automatisch.
FAQ: Immobilienmakler
Muss ich als Verkäufer die Maklerprovision zahlen?
Bei Wohnimmobilien seit 2020: Du musst mindestens die Hälfte zahlen wenn du den Makler beauftragst. Du kannst vereinbaren dass du die gesamte Provision trägst und keinen Anteil auf den Käufer überträgst – dann bist du freier beim Preis. Bei Gewerbeimmobilien: andere Regelungen, Verhandlungssache.
Was ist ein Alleinauftrag?
Beim Alleinauftrag darf nur dieser eine Makler die Immobilie vermarkten. Kein anderer Makler darf beauftragt werden. Du als Eigentümer darfst aber selbst Käufer direkt suchen – außer beim “qualifizierten Alleinauftrag” der das ausschließt. Vorteil des Alleinauftrags für den Makler: mehr Engagement da er sicher die Provision bekommt.
Wie lange dauert ein Immobilienverkauf?
Von Angebotsstart bis Notartermin: durchschnittlich 3–6 Monate. In Hochpreis-Städten teils schneller (Angebote nach Tagen), in strukturschwachen Regionen teils länger. Vom Notartermin bis zur Kaufpreiszahlung und Grundbucheintrag: weitere 4–8 Wochen.
Kann man den Maklerauftrag kündigen?
Ja – aber Achtung bei der Nachprovision. Im Alleinauftrag: ordentliche Kündigung zum Ende der vereinbarten Laufzeit. Außerordentliche Kündigung wenn der Makler seine Pflichten nicht erfüllt. Die Nachprovisionsklausel im Vertrag prüfen – sonst zahlt man Provision für Käufer die der Makler nach Kündigung noch vermittelt.
Brauche ich einen Gutachter für die Immobilienbewertung?
Nicht unbedingt. Für private Verkäufe reicht oft eine qualifizierte Marktpreisanalyse durch einen guten Makler oder eigene Recherche. Ein zertifizierter Gutachter (Verkehrswertgutachten) kostet 1.000–3.000 Euro und wird bei Erbschaftsteuern, Scheidungen, Streitigkeiten oder Bankfinanzierungen benötigt.
Fazit: Makler ja oder nein hängt von deiner Situation ab
Wer Zeit hat, verhandlungssicher ist und eine gefragte Immobilie hat, kann ohne Makler Tausende Euro sparen. Immobilien direkt inserieren – ohne Provision – auf de.yandaz.com.
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