Auto aus dem Ausland importieren: Was du wissen musst
Auto aus dem Ausland importieren: Was du wissen musst
Autos aus dem Ausland zu importieren kann erheblich günstiger sein – besonders aus EU-Ländern oder den USA. Aber Zoll, TÜV-Anpassungen und versteckte Kosten können die Ersparnis auffressen. Dieser Guide erklärt was wirklich zu tun ist.
EU-Import: Einfach und günstig
Innerhalb der EU gilt Warenfreiheit – kein Zoll, keine Einfuhrsteuer. Du kaufst das Auto in einem EU-Land, zahlst dort keine MwSt. (bei Neuwagen bis 6 Monate/6.000 km) oder die Differenz zur deutschen MwSt. wird erstattet, bringst es nach Deutschland und meldest es an. Preisgünstige Quellen: Belgien (historisch günstig), Niederlande, Polen (günstiger aber Qualität variiert stark).
Was du brauchst: Kaufvertrag, EU-Konformitätsbescheinigung (CoC), Zulassungsdokument des Herkunftslandes, Überführungskennzeichen, deutsche TÜV-Abnahme für Zulassung.
Import aus Nicht-EU-Ländern
USA: Amerikanische Fahrzeuge sind für Deutschland teils erheblich günstiger – besonders Trucks und größere SUVs. Aber: Technische Anpassungen für EU-Zulassung (Scheinwerfer, Tachometer, Blinker), Zoll 6,5% des Fahrzeugwerts, Einfuhrumsatzsteuer 19%, CoC oder Einzelabnahme nötig. Japan: Günstige Gebrauchtwagen mit sehr niedriger Laufleistung (strengere HU-Äquivalente in Japan). Linkssteuerung ist kein Problem für Deutschland. Zoll und Anpassungskosten ähnlich wie USA.
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TÜV und Einzelabnahme für Importfahrzeuge
Für die deutsche Zulassung braucht jedes Importfahrzeug eine Betriebserlaubnis (ABE oder EG-Typgenehmigung). EU-Fahrzeuge mit CoC: relativ einfach. Fahrzeuge ohne Typgenehmigung (Einzelimporte aus USA, Japan, Australien): Einzelabnahme durch TÜV oder DEKRA nötig. Diese prüft ob alle relevanten deutschen Sicherheits- und Emissionsvorschriften erfüllt sind – teils sind Umbaumaßnahmen nötig (1.000–5.000 Euro). Kosten Einzelabnahme: 300–800 Euro.
Steuern und Zoll beim Import
Aus EU-Ländern: Keine Zölle. Für Neuwagen: innergemeinschaftlicher Erwerb, MwSt. in Deutschland zu zahlen (19%). Aus Drittländern: Einfuhrzoll 6,5% des Kaufpreises + Einfuhrumsatzsteuer 19%. Bei Kauf als Privatperson im Drittland: Freigrenze 430 Euro gilt nicht für Fahrzeuge. Alle Kosten zusammen können einen scheinbar günstigen US-Import deutlich verteuern.
Lohnt sich der Import wirklich?
EU-Import: Für spezifische Modelle die in Deutschland teurer oder nicht verfügbar sind – oft ja. Für Standardfahrzeuge: Aufwand versus Ersparnis selten lohnend. Drittland-Import: Für Spezialfahrzeuge (amerikanische Pick-ups, japanische Sportwagen) mit klarer Kostenrechnung ja. Für reguläre Gebrauchtwagen: selten lohnend nach allen Zusatzkosten und Aufwand.
- Alle Kosten vor dem Kauf kalkulieren: Zoll, MwSt., Transport, TÜV-Umbau
- CoC-Dokument beim Kauf im EU-Ausland immer sicherstellen
- Für US-Importe: Fachfirmen beauftragen die den ganzen Prozess abwickeln
- Fahrzeughistorie im Herkunftsland prüfen (CARFAX für USA)
- Für Drittland-Importe: Zollspediteur einschalten
FAQ
Welche Länder sind günstiger für Autoimporte?
Für Neuwagen historisch: Belgien, Niederlande, Dänemark (teils Steuersystemunterschiede). Für Gebrauchwagen: Frankreich und Spanien haben teils niedrigere Preise für bestimmte Modelle. Für Spezialfahrzeuge: USA (Trucks), Japan (Sportwagen, Kleinwagen). In allen Fällen gilt: Preisunterschied muss Aufwand und Nebenkosten übersteigen.
Was ist eine Einzelabnahme?
Eine Einzelabnahme durch TÜV oder DEKRA prüft ob ein importiertes Fahrzeug ohne europäische Typgenehmigung den deutschen Sicherheits- und Emissionsstandards entspricht. Sie ersetzt die fehlende Allgemeine Betriebserlaubnis und ermöglicht die Zulassung. Kosten: 300–800 Euro. Dazu kommen teils Umrüstkosten für nicht konforme Komponenten.
Brauche ich einen Importeur oder kann ich selbst importieren?
Aus EU-Ländern: selbst importieren ist einfach möglich. Aus Drittländern: Selbstimport ist möglich aber komplex. Zollabwicklung, Transport, Einzelabnahme – für Einsteiger empfiehlt sich ein erfahrener Importeur der den Prozess kennt. Kosten für Importeur: 500–2.000 Euro Servicepauschale.
Was ist das Überführungskennzeichen?
Ein Überführungskennzeichen (rotes Kennzeichen) erlaubt die vorübergehende Nutzung eines nicht zugelassenen Fahrzeugs für Transport und Zulassungsfahrten. Es wird beim Straßenverkehrsamt beantragt, ist zeitlich befristet und nur für bestimmte Zwecke nutzbar. Für den Transport vom Ausland nach Deutschland in der EU.
Gilt die deutsche Gewährleistung bei Auslandskäufen?
Bei Privatverkäufen: in der Regel das Recht des Verkäuferlandes gilt. Bei Verbraucherkäufen von Händlern innerhalb der EU: EU-Verbraucherschutzrecht gilt – 2 Jahre Gewährleistung. Bei Privatimporten aus Drittländern: kein Gewährleistungsschutz nach deutschem Recht.
Fazit: Import lohnt sich für Spezialfahrzeuge und mit sorgfältiger Kalkulation
Für besondere Fahrzeuge die in Deutschland nicht oder teuer zu bekommen sind, ist Import eine echte Option. Fahrzeuge kaufen und inserieren auf de.yandaz.com.
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